
Guter Kompromiss bei der Revision des Emissionshandelssystems – aus den Fehlern der Finanzkrise lernen
Oktober 8, 2008Ich bin mit dem Ergebnis der Abstimmung im Umweltausschuss zur Revision des Emissionshandelssystems zufrieden. Der Kompromiss stellt eine gute Balance zwischen ökologischen und ökonomischen Interessen dar.
Klimaschutzmaßnahmen machen nur dann Sinn, wenn das Thema Klimawandel global angepackt wird. Ich bin von Hause aus Optimist und ich denke in Kopenhagen werden wir ein internationales Klimaschutzabkommen auf den Weg bringen.
Sollte dieses nicht gelingen, dann wird Europa nicht einseitig vorpreschen, sondern die Unternehmen, welche mit internationaler Konkurrenz auf den Weltmärkten um die Gunst der Kunden werben, diese so genannten Carbon-Leakage-Unternehmen, sollen ihre Verschmutzungszertifikate kostenlos erhalten. Die Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft werden ab dem Jahr 2013 ihre Verschmutzungsrechte zu 100% ersteigern müssen und alle anderen Unternehmen, welche nicht unter der Rubrik „Carbon-Leakage“ fallen, werden zu Anfang der Handelsperiode 15% der Verschmutzungszertifikate ersteigern müssen und bis 2020 auf 100% steigen.
Wie die derzeitige Finanzkrise sich zu einem globalen Problem herauskristallisiert, so ist der Klimawandel heute schon ein globales Problem mit großen finanziellen Folgen. Ich habe für eine Versteigerung der Zertifikate gestimmt, weil durch die Einnahmen der Kampf gegen den Klimawandel und die Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel finanziert werden können. Beim Thema Klimawandel darf es nicht so laufen, dass nur private Haushalte belastet werden, sondern die Kosten für den Kampf gegen den Wandel des Klimas müssen auf alle Schultern gerecht verteilt werden.



